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30.01.2018

Landkreis Ludwigslust-Parchim nimmt neuen Stabsraum für den Katastrophenschutz in Betrieb

Landrat Rolf Christiansen: 37 Arbeitsplätze und moderne technische Ausstattung sind Grundlage für eine gut funktionierende Führungsorganisation in Krisensituationen

Personell ist der Katastrophenschutzstab des Landkreises Ludwigslust-Parchim gut aufgestellt. Doch der seit bald zwanzig Jahren genutzte Stabsraum, sozusagen die Kommandozentrale am Standort der Kreisverwaltung in Ludwigslust, drohte bei Aus- und Weiterbildungen aus allen Nähten zu platzen. Das Platzproblem ist jetzt behoben. Auch die technische Ausstattung ist jetzt zweckmäßig und auf dem neuesten Stand: Im Beisein zahlreicher Gäste aus Hilfsorganisationen, Verwaltung und Politik nimmt Landrat Rolf Christiansen heute (30.01.2018) den neuen Stabsraum offiziell in Betrieb.

13 Firmen der Region waren in den zurückliegenden fünf Monaten mit dem Umbau der ehemaligen Büroräume im Haus A der Kreisverwaltung beschäftigt. Es wurden Wände entfernt, Decken erneuert, rund fünf Kilometer Strom- und Datenkabel verlegt. Die neue Technik und die Stabssoftware „TecBos“ ermöglicht es allen Mitgliedern des Stabes, das Einsatzgeschehen auf einer Fläche von sechs Metern auf einer interaktiven Karte verfolgen zu können. Der etwa 70 Quadratmeter große Raum mit 37 Sitz- und Arbeitsplätzen ist notstromversorgt, um auch bei Stromausfall arbeiten zu können. Die Gesamtkosten für die bauliche und technische Ertüchtigung des Stabsraumes belaufen sich auf etwa 105.000 Euro. Die Mittel wurden Mitte des Jahres 2017 durch den Kreistag freigegeben.

„Die Komplexität von Krisenlagen nimmt zu. Und da der Erfolg und die Qualität des Krisenmanagements einer Verwaltung auch daran gemessen werden, wie schnell und reibungslos die Rückkehr zum Normalzustand verläuft. Dafür ist eine gut funktionierende Führungsorganisation unbedingt erforderlich“, sagt Landrat Rolf Christiansen. „Wie wichtig das ist, habe ich persönlich bei mehreren bedrohlichen Hochwassersituationen an der Elbe erfahren. Ich freue mich sehr, dass wir jetzt Räumlichkeiten für die Stabsarbeit haben, die den Anforderungen unserer Zeit gerecht werden.“

Hintergrund: Ob Hochwasser, Stürme, Seuchen oder andere kritische Situationen – der Landrat mit seiner Verwaltung als untere Katastrophenschutzbehörde trägt Sorge für einen wirksamen Katastrophenschutz. Kernstück zur Bewältigung dieser Aufgabe ist der Katastrophenschutzstab, bestehend aus Verwaltungsmitarbeitern, Fachberatern verschiedenster Organisationen wie zum Beispiel Spezialisten des Brandschutzes, des Technischen Hilfswerkes und des Deutschen Roten Kreuzes sowie Verbindungsbeamten der Polizei und der Bundeswehr. Dieser Stab arbeitet zurzeit im Zwei-Schicht-System, ein Drei-Schicht-System ist im Aufbau.